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Archive for the ‘*Leserunde*’ Category

3839001501ISBN 978-3-8390-0150-9
18,95 €

Bewertung: 4 von 5 Sternen
Inhalt: 
In einem überfüllten Rettungsboot führen die Überlebenden eines Schiffsunglücks einen schier aussichtslosen Kampf gegen Sturm, Hitze und Durst. Je länger das Warten auf Hilfe dauert, desto erbitterter wird darum gerungen, wer an Bord die Befehle geben darf. Und wer das Boot verlassen muss. Die junge Grace Winter gerät zwischen die Fronten. Und sie weiß: Die falsche Entscheidung bedeutet ihren Tod.
Kritik: Im Zuge einer Leserunde durfte ich das Buch „In einem Boot“ lesen und war insgesamt recht angetan. Die Atmosphäre war von Anfang an ziemlich beklemmend und sehr düster und vor allem das Schriftbild hat sehr viel dazu beigetragen, dass ich das Buch so gut lesen konnte. Anfangs stolperte ich immer wieder über die Namen der Bootsinsassen, denn die Autorin gab den meisten von ihnen keinen Vor-, sondern nur Nachnamen. Das machte es mir teils etwas schwierig herauszufiltern, wer jetzt nochmal genau welche Person war. Besonders interessant und lobenswert finde ich, dass die Autorin auf Dinge wie die Notdurft der Passagiere eingeht. Oft gehen diese Aspekte in Büchern und/oder Filmen ja verloren und als Leser fragt man sich natürlich zwangsläufig, was haben sie in so einer Situation gemacht? Ziemlich viel von Grace‘ Erklärungen wirken kühl oder gefühllos und es ist interessant beobachten zu können, welche Charakterzüge sich besonders gut als „Führer“ einer solchen Gruppe eignen, bzw. zu so einem gemacht werden. Oft hatte dies etwas sich verselbstständigendes und man hatte hin und wieder den Eindruck die Leute wussten gar nicht genau, weshalb sie all ihre Hoffnungen und ihr Leben in die Hände des einen Seemannes an Bord legten. Trotz der tagebuchähnlichen Beschreibung von Grace, kommt es immer wieder zu spannenden Szenen, die auch packend und mitreißend geschrieben wurden! Das Ende des Buches hat mich allerdings eher enttäuscht, denn es bleiben (für mich) viele Fragen offen und ungeklärt und ich mag es einfach nicht, wenn gerade solche Bücher dann so abrupt und geheimnisvoll enden müssen. Ich mag mir einfach keinen eigenen Reim darauf machen, was mit all den ungelösten Rätseln rund um dieses Rettungsboot, nun ist, ich möchte, dass das gefälligst auch noch niedergeschrieben wird. Daher für mich deutlich Punktabzug.

Insgesamt war ich allerdings sehr angetan von dem Buch und ich bin immer wieder erstaunt welch tolle Bücher der ja noch so junge Verlag Script5 in die Welt wirft.

Erster Satz: „Die Anwälte waren schockiert über mein Benehmen.“
Letzter Satz: „Wenn ich nicht solches Mitleid mit ihm empfunden hätte, hätte ich laut gelacht über sein Verlangen, alles zu verankern, über seine Naivität, sein kindliches Verlangen, alles zu wissen.“

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ISBN 978-3-8390-0147-9
18,95 €

Bewertung: 5 von 5 Sternen
Inhalt: 
Heute ist der erste November und das bedeutet, heute wird jemand sterben. Selbst im hellen Sonnenschein schillert die eisige Herbstsee in allen Farben der Nacht: dunkelblau, schwarz und braun. Ich betrachte die sich stetig verändernden Muster im Sand, zerpflügt von unzähligen Hufen. Unten am Strand, einem bleichen Streifen zwischen schwarzem Wasser und Kalkfelsen, wärmen sie die Pferde auf. Das ist niemals ungefährlich, aber die Gefahr ist auch nie so groß wie heute, am Tag des Rennens.
Kritik: Im Zuge einer Leserunde auf http://www.buechereule.de habe ich „Rot wie das Meer“ lesen dürfen. Und ich bin sehr dankbar dafür, denn ich habe definitiv ein neues Lieblingsbuch gefunden! Die Autorin beschreibt die kleine Insel mit solch einer schaurig schönen Atmosphäre, dass man sich als Leser am liebsten gleich direkt in den nächsten Flieger setzen möchte, um nicht nur beim Skorpio-Rennen dabei sein zu dürfen, sondern auch die zarte Liebesgeschichte zwischen Puck und Sean mit ansehen zu können. Die Wasserpferde sind für mich ein ganz neues Thema, denn bis dato habe ich noch in keinem anderen Jugendroman von ihnen Notiz genommen. Auch der wehleidige Fantasy-Part, der ja oft in dieser Art von Büchern mit einhergeht bleibt aus, was für mich sehr positiv ist. Die Liebesgeschichte steht auch nicht zwangsläufig im Vordergrund und so sind es lediglich die Capaill Uisce, die als Protagonisten aus der rauen See steigen und wieder in ihr verschwinden. Für mich ist „Rot wie das Meer“ eindeutig eines der besten Jugendbuch-Neuerscheinungen der letzten Zeit.

Erster Satz: „Heute ist der erste November und das bedeutet, heute wird jemand sterben.“
Letzter Satz: „Er ist sehr langsam und die See ruft nach uns beiden, aber er kommt zu mir zurück.“

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ISBN 978-3-8390-0144-8
18,95 €

Bewertung: 3 von 5 Sternen
Inhalt: 
Stell dir vor, du musst täglich ums Überleben kämpfen. Stell dir vor, dein Gegner ist unbesiegbar. Stell dir vor, du kommt ihm zu nah. Stell dir vor, du verliebst dich in ihn.
Kritik: Dank einer Leserunde durfte ich „Dark Canopy“ lesen, doch leider hat es nicht all meine Erwartungen erfüllen können. Am Anfang war ich vollauf begeistert – die Charaktere, die düstere Atmosphäre, die fiktive Welt – einfach alles. Doch von Kapitel zu Kapitel tat ich mich mit dem Lesen schwerer, bis ich der Handlung gegen Mitte des Buches einfach nicht mehr zu 100% folgen konnte. Deshalb war ich ab der 2. Buchhälfte eher halbherzig dabei. Leider kann ich nicht sagen, dass ich den bald erscheinenden 2. Teil noch lesen möchte. 3 Sterne deshalb, weil mir der Einstieg ins Buch so gut gefallen hat.

Erster Satz: „Ich hatte immer behauptet, der erste Percent, der in meinen Wurfradius tritt, würde ihn nicht lebend verlassen.“
Letzter Satz: „Aber dann schrie er doch.“

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ISBN 978-3-8390-0130-1
12,95 €

Bewertung: 3 von 5 Sternen
Inhalt:
Hauptbahnhof Düsseldorf, Dienstagmorgen, 6.10 Uhr. Ein junger Mann steigt in den Regionalexpress nach Köln. Er zieht einen kleinen Rollkoffer hinter sich her. In Köln steigt er um und fährt zurück in Richtung Düsseldorf. Zehn Minuten später verlässt er den Zug in Köln-Deutz. Der kleine Rollkoffer mit der Bombe bleibt zurück im Abteil.
Kritik: Dieses Buch habe im Runde einer Leserunde gelesen und muss sagen, dass mir die Art und Weise, wie so ein „Lesekreis“ aufgebaut ist, sehr zusagt. Leider konnte ich mich in die Story von „Regionalexpress“ nicht allzu gut reindenken. Dass das Buch aus mehreren Perspektiven geschrieben ist, fand ich anfangs eine gute Idee, doch waren mir die Kapitel der jeweiligen Person immer etwas zu kurz, als dass ich hätte richtig mitfühlen können. Oft genug wusste ich auch gar nicht mehr, aus welcher Perspektive ich eigentlich lese. Inhaltlich hatte mich das Buch sehr angesprochen und es lässt auf jeden Fall genug Raum, um selbst noch viel über die Geschichte nachdenken zu können. Allerdings finde ich, dass dieses sehr ernste Thema etwas mehr Seiten benötigt hätte, um vollständig bearbeitet werden zu können. Zwar liest sich alles sehr schnell, aber für mich gab es beim Lesen leider keinerlei Tiefe. Dennoch fände ich das Buch sehr angebracht als Unterrichtslektüre – eben weil es nicht allzu viele Seiten umfasst und die Kapitel so kurz sind, dass man sie mit Schülern gut durcharbeiten könnte.

Erster Satz: „Ich stehe am Fenster meiner Zelle und schaue in den trostlos strahlenden Sommerhimmel, bis mir die Augen wehtun.“
Letzter Satz: „Aber auch, wenn ich die Zeitungen lese, und auch wenn ich sie sorgfältig glatt streiche und die kleinen Insekten entferne, die sich hier im Unterholz auf die weißen Seiten fallen lassen, und die Wörter einzeln vor mir hersage, dann weiß ich immer noch nicht, warum es so wehtut, wenn jemand stirbt.“

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